NATIONALPARK NEUSIEDLER SEE - SEEWINKEL

Nationalpark

Charakteristik:Grenzüberschreitender Nationalpark östlich des Neusiedler Sees und im Hanság. 100 km2 in Österreich, 230 km2 in Ungarn.
Besondere Tierarten:Rund 300 Vogelarten, davon die Hälfte Zugvögel.

Besondere Pflanzenarten:Orchideen der Feuchtwiesen, salz-tolerante Arten, Schilf.

 

Auskunft:
Nationalpark-Informationszentrum
Hauswiese, 7142 Illmitz
Tel.: 02175/3442-0 Fax: 02175/3442-4
E-mail: neusiedlersee.np@utanet.at
Internet: www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at

Natur am Sonnenaufgang Österreichs

Der einmalige Naturraum am Ostrand der Alpen und am Westrand der Kleinen Ungarischen Tiefebene ist seit 1993 ein grenzüber-schreitender Nationalpark. Er besteht aus einem Mosaik von Lebensräumen, die eine Artenvielfalt von europäischer Bedeutung beherbergen: Wasserflächen im See, der Schilfgürtel mit seinen Blänken, Teile der Verlandungszone sowie salzhaltige, periodisch austrocknende Lacken bilden zusammen mit wertvollen Wiesen in der Kultur-landschaft die Ökosysteme des Nationalparks. Für den europäisch-afrikanischen Vogelzug stellt dieses Gebiet einen unverzichtbaren Trittstein dar. Das Mikroklima mit hohen Temperaturen, wenig Niederschlag und häufigem Wind bewirkt die längste Vegetationsperiode Österreichs.

Vom aktiven Naturschutz

Würde man die wertvollen Ökosysteme des Nationalparks nur nutzungs- und störungsfrei halten, wäre das zwar eine kostengünstige Form von Naturschutz, langfristig gesehen würden damit aber viele Arten ihr Zuhause verlieren. Warum dies? Weil konkurrenzstarke Pflanzen wie das Schilf oder verschiedene Baum- und Straucharten sukzessive die offene Landschaft erobern würden. Nahrungs- und Brutplätze für die selten gewordenen Arten zu erhalten, ist also ein Auftrag an den aktiven Naturschutz. Im Nationalpark setzt man deshalb dort an, wo der Mensch vor Jahrzehnten aufgehört hat, nämlich bei der großflächigen Beweidung mit Rindern, Pferden und anderen Haustieren. Und weil man dabei wiederum selten gewordene Rassen einsetzt, gewinnt die Natur doppelt: neben dem Grauen Ungarischen Steppenrind und dem fast ausge-storbenen Weißen Esel sind es im Seevorgelände Przewalski-Pferde, die als „Landschaftspfleger“ zum Einsatz kommen.

Nationalpark-Informationszentrum Illmitz

Von der Vorinformation für eine selbstständige oder geführte Wanderung bis zur jährlich wechselnden Ausstellung, das Informationszentrum empfiehlt sich als Startpunkt für jede Rundfahrt in der Nationalparkregion. Mindestens zweimal wöchentlich (April bis Oktober) finden Nationalpark-Exkursionen statt. Sie dauern drei Stunden und führen zu interessanten Ökosystemen (Anmeldung erforderlich). Das aktuelle Programmheft erhalten Sie im Nationalpark-Informationszentrum oder in den Tourismusbüros.

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